Die Turbo-Heiler: Die ACP-/PRP-Therapie in unserer Praxis

Das körpereigene "Autologe Conditionierte Plasma (ACP)" ist die effektivste Herstellungsform eines plättchenreichen Plamas "Platelet-Rich-Plasma (PRP)". Dieses weltweit viel beforschte biologische Verfahren ist die modernste Therapie bei Arthrose, Sehnenreizungen (Tennisellenbogen, Achillessehnenreizungen, Patellasehnenreizungen etc.) und Muskelverletzungen. Auch bei Fußballprofis in Deutschland ist das Verfahren weit verbreitet. Mindestens die Hälfte aller deutschen Erst- und Zweitligaclubs arbeiten mit ACP/PRP. Ein international bekannt gewordenes Beispiel war der Fußballer Gareth Bale (heute Real Madrid) der damals noch für Tottenham Hotspurs spielte. Er war bei einem Zweikampf mit dem rechten Sprunggelenk umgeknickt und erlitt eine schwere Bandverletzng. Nur 17 Tage später sprintete er wieder ohne Probleme über den Rasen. Die Vereinsärzte von Tottenham Hotspurs hatten Bale einer ACP/PRP-Behandlung unterzogen. Bales damaliger Trainer, der Portugiese Andre Villas-Boas, pries die medizinische Abteilung von Tottenham, als handele es sich um eine Ansammlung von Wunderheilern. 

Da ACP/PRP aus körpereigenem Blut gewonnen wird und frei von Zusätzen ist, werden körpereigene und dadurch verträgliche Wirkstoffe injiziert. Die ACP-Therapie hat im Gegensatz zur Therapie mit synthetisch oder biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln einen biologischen Ansatz. Der Körper wird dazu aufgefordert, einen regenerativen Prozess in Gang zu setzen, der die körpereigenen Heilungskräfte unterstützt. Neueste Studien und Anwendungsbeobachtungen belegen die Wirksamkeit dieser Therapie und gleichzeitig ein besseres Abschneiden im Vergleich zu klassischen Fertigarzneimitteln.

 Autologes conditioniertes Plasma (ACP)

Verletzungen an Muskeln, Sehnen, Bändern und knöchernen Strukturen sowie Arthrose können mit Hilfe von sogenanntem autologem conditionierten Plasma (ACP) effektiv therapiert werden.

Autologes = körpereigenes
Conditioniertes = getrenntes und konzentriertes
Plasma = Blutplasma mit Thrombozyten und Wachtumsfaktoren

Untersuchungen haben gezeigt, dass die im menschlichen Blut enthaltenden Wachstumsfaktoren verschiedene Heilungsvorgänge positiv beeinflussen können. Diese Erkenntnisse werden bei der Anwendung dieser Eigenbluttherapie genutzt, um eine Verbesserung hinsichtlich Schmerzverlauf und Beweglichkeit zu erreichen. Mittlerweile konnte bewiesen werden, dass das ACP-Verfahren sowohl die Dichte der Blutplättchen (=Thrombozyten) als auch die Konzentration der Wachstumsfaktoren im Vergleich zum Vollblut erhöht. In den letzten Jahren wurde über dieses Thema in renommierten Fachzeitschriften intensiv berichtet.

 Wie läuft eine ACP-Therapie ab?

  1. Blutabnahme aus der Armvene
  2. Trennverfahren (Zentrifugation) zur Gewinnung von konzentrierten körpereigenen Wachstumsfaktoren
  3. Injektion der körpereigenen Wirkstoffe in die betroffene Region

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Die so gewonnene körpereigene Lösung wird in das betroffene Gelenk, an Sehnen und in Muskeln injiziert. Dies geschieht mittels einer speziell entwickelten Doppelspritze. Dieses neu entwickelte Doppelkammersystem gewährleistet die sterile Gewinnung und sterile Injektion der Wachstumsfaktoren und bietet so höchstmögliche Sicherheit.

Der Heilungsprozess

Die Wirkung der ACP-Therapie beruht auf dem Freisetzen der Wachstumsfaktoren aus den Thrombozyten. Diese können an den betroffenen Stellen, an denen eine Injektion erfolgt, Selbstheilungs- und Regenerationsprozesse einleiten, verschiedene Zelltypen aktivieren (Chondrozyten, Osteoblasten, Stammzellen) und die Produktion von Kollagen und Proteoglykanen (Grundbaustoffe des Knopels) modulieren und verbessern.

ACP bei Schädigung am Gelenkknorpel (Arthrose)

Aufgrund von Alterungsprozessen, genetischen Vorgaben oder überhöhter einseitiger Belastung können sich Abnutzungserscheinungen am Gelenkknorpel zeigen. Dieser Verschleiß des Knorpels wird als Arthrose bezeichnet und ist je nach Schädigung in vier Grade unterteilt. Eine ACP-Therapie führt bei Arthrose Grad I-III zu sehr guten Ergebnissen.
Anwendungsbereiche:

  • Arthrose Grad I-III an großen und kleinen Gelenken der Extremitäten und auch der Wirbelgelenke

ACP bei Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern

Mechanische Über- und Fehlbelastungen sind die häufige Ursache bei Verletzungen am Muskel, Sehnen- und Bandapparat. Während es bei der Muskulatur zu Muskelzerrungen, Muskelfaserrissen oder sogar zu Muskelbündelrissen kommen kann, führen derartige Belastungen an Sehnen und Bändern zu andauernden Reizzuständen (Achillessehnenreizung, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Patellaspitzensyndrom etc.), Teilrupturen oder auch Komplettrupturen. Die ACP-Therapie beschleunigt denn Heilungsprozess deutlich.

Anwendungsbereiche:

  • Frische oder ältere Muskelzerrungen, Muskelfaserrisse, Muskelbündelrisse
  • Rupturen und Teilrupturen von Bändern (z.B. Außenband vom Sprunggelenk)
  • Chronische Sehnenentzündungen (z.B. Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Achillessehnenreizung, Patellarsehnenreizung, Patellaspitzensyndrom, Fersensporn).

Mit dem Ziel des beschleunigten Heilungsprozesses kann die Eigenbluttherapie mit autologem conditionierten Plasma (ACP) auch bei und nach folgenden operativen Eingriffen angewendet werden:

  • Operationen an Sehnen und Bändern wie z.B. Kreuzband- und Achillessehnen- oder Rotatorenmanschettenverletzungen
  • Knorpeloperationen (Mikrofrakturierung, OATS, Autologer Chondrozyten-Transplantation (ACT))
  • Operationen bei Knochenbrüchen
  • Meniskusrefixationen

Zusammenfassung

  1. ACP - Nutzt die körpereigenen Regenerationskräfte
  2. ACP – Nutzt die Konzentration von Wachstumsfaktoren im Blut
  3. ACP – hat keine Nebenwirkungen, da körpereigene Heilungsmechanismus eingesetzt werden
  4. ACP – ist ein sicheres Verfahren durch sterile Spezialspritze

 

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